CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion. Das ist der medizinische Begriff für eine Funktionsstörung des Kiefergelenks, also der Verbindung zwischen Ober- und Unterkiefer.
Viele Menschen, die mit CMD zu mir kommen, haben schon einiges hinter sich: den Zahnarzt, der eine Aufbissschiene gemacht hat. Den HNO, der auch nichts gefunden hat. Vielleicht auch schon eine andere Behandlung. Und trotzdem knackt der Kiefer weiter, die Kaumuskulatur ist morgens verspannt oder Kopfschmerzen kommen immer wieder dazu.
Was viele nicht wissen: Kieferbeschwerden entstehen selten nur am Kiefer. Das Kiefergelenk ist über Muskeln, Faszien und Nerven eng mit der Halswirbelsäule, dem Schädelknochen und dem Rest des Körpers verbunden. Deshalb kann Kieferknacken mit Kopfschmerzen zusammenhängen. Zähneknirschen kann Nackenverspannungen verstärken. Auch ein Druckgefühl rund um die Ohren, Tinnitus oder Schwindel können Hinweise darauf sein, dass das Kiefergelenk als Teil dieser Kette aus dem Gleichgewicht geraten ist.
In der Osteopathie schaue ich mir deshalb nicht nur den Kiefer an, sondern das ganze System. Ich untersuche, wie Kiefer, Nacken, Schädel und die umliegende Muskulatur zusammenspielen und wo ein möglicher Ursprung Ihrer Beschwerden liegen könnte.